Häufige Fragen
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Deutschland 2026?
Je nach Bundesland und ob ein Makler beteiligt ist, liegen die Kaufnebenkosten meist zwischen rund 8 % (ohne Makler) und 12–15 % (mit Makler) des Kaufpreises. Den größten Teil macht die Grunderwerbsteuer aus.
Warum unterscheiden sich die Kosten je Bundesland?
Die Grunderwerbsteuer wird von den Ländern festgelegt und reicht von 3,5 % (Bayern) bis 6,5 % (Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Saarland, Schleswig-Holstein). Notar- und Grundbuchkosten sind bundesweit einheitlich (GNotKG).
Wie funktioniert die Maklerprovision (Bestellerprinzip)?
Seit Dezember 2020 wird die Maklerprovision bei selbstgenutzten Wohnimmobilien zwischen Käufer und Verkäufer geteilt — der Käufer zahlt höchstens die Hälfte, üblich sind rund 3,57 % inkl. 19 % USt. Ohne Makler entfällt dieser Posten.
Was kosten Notar und Grundbuch?
Notarkosten liegen bei etwa 1,5 % des Kaufpreises (inkl. USt), Grundbuchkosten bei etwa 0,5 %. Beide richten sich nach dem GNotKG (Gerichts- und Notarkostengesetz) auf Basis des Kaufpreises.
Können die Kaufnebenkosten mitfinanziert werden?
In der Regel erwarten Banken, dass die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital gedeckt werden. Für die Finanzierung zählt daher: Kaufpreis + Nebenkosten − Eigenkapital = benötigtes Darlehen.
Gibt es einen Freibetrag für Erstkäufer?
Stand 2026 hat kein Bundesland einen Freibetrag für selbstnutzende Erstkäufer umgesetzt. Es gibt nur die bundesweite Freigrenze von 2.500 € (praktisch unbedeutend). Politische Vorschläge existieren, sind aber nicht in Kraft.